Den Münchener zeichnen einige positive Eigenschaften aus. Dazu gehören Geselligkeit, Offenheit und Trinkfestigkeit. Gerade der zugereiste Fußballfan sollte froh sein, solche Voraussetzungen vorzufinden. Schließlich frönt er gerne bei Bier und Brezn seinem Hobby, sei es nun während einer gepflegten Plauderei, dem gemeinschaftlichen Verfolgen der Sportschau oder beim Besuch eines Spiels seines Lieblingsclubs. So geht es jedenfalls mir, einem Borussen in München, seit zehn Jahren in der bayerischen Landeshauptstadt und BVB-Fan durch und durch.
Doch genau hier wird es knifflig. Leider büßt der Münchener beim Thema Fußball seine Verträglichkeit nahezu vollständig ein, sofern es sich um einen Anhänger des FC Bayern handelt. Dann sinkt die Kritikfähigkeit ab auf Null und das Denken muss dem bayerischen Starrsinn weichen, der sich außerhalb des Freistaates so großer Unbeliebtheit erfreut. Das nervt enorm und gilt auch für Anhängerinnen.
Noch schlimmer für die eigene Befindlichkeit ist es, wenn der eigene Verein, die wahre Borussia, knapp 700 Kilometer weit entfernt residiert und auch in der Saison 2007/08 eine alles andere als gute Figur macht. Damit sind wir bei den beiden Kernthemen dieses Blogs.
An dieser Stelle dokumentiere ich künftig meine verzweifelten Versuche, die Dortmunder Fan-Leidenschaft zu etablieren, und kommentierendie BVB-Performance in Bundesliga und weiteren Wettbewerben (mal sehen, ob außer dem DFB-Pokal in diesem Leben noch weitere bestritten werden) aus der Ferne. Dazu dient die Rubrik „Bei uns“.
Weiterhin gilt ein Teil meiner Aufmerksamkeit den fußballbezogenen Absonderlichkeiten der Einheimischen und ihrem seltsamen Verhältnis zu dem roten Fußballclub und ihrer Nibelungentreue zu den handelnden Personen. Zumindest auf Funktionärsebene. Diesem Thema widmet sich die Rubrik“Auswärts“. Kritisch, nicht immer bierernst, aber in jedem Fall frei von der Leber.
In diesem Sinne: Prostmahlzeit!
Euer Superthorsten