Der Laie staunt der Fachmann wundert sich.
Doch der Reihe nach: Dass Susi verlängert, ist angesichts seiner Verbundenheit zum BVB in Ordnung. Vor allem in Ermangelung von Alternativen. Schließlich ist Thomas von Heesen auf längere Sicht unabkömmlich. Die Verpflichtung von Kukavina könnte den geneigten Fan optimistisch stimmen. Zeigt doch der etatmäßige Rechtsverteidiger, Philipp Degen, sein Können eher selten und hat mit seinen oft ünglücklichen Aktionen den Großteil der eigenen Fans auf der Südtribüne gegen sich aufgebracht. Allerdings haben auf dieser Position sowohl Blaszcykowski als auch der großartige Florian Kringe schon überraschend gute Auftritte gezeigt. Die Lage hinen rechts ist also höchstens ernst und keinesfalls hoffnngslos. Auch ohne Kukavina.
Die Innenverteidigung allerdings bereitet mir vor jedem Spieltag Magenschmerzen. Wörns und Kovac erreichen in der Vorrunde einen Kicker-Notendurchschnitt von 4,45 bzw. 4,14. Die zweite Garde, Ahmedick und Brzenska, macht ihre Sache mit 3,63 und 4,00 zwar deutlich besser, bleibt aber auch unzuverlässig. Das Mats Hummels hier eine wirkliche Verstärkung sein kann, ist unwahrscheinlich. Wozu also brauchen wir einen weiteren Anfänger im Abwehrzentrum? Zwar senkt er den Altersdurchschnitt und passt in das BVB-Konzept einer Mischung zwischen alt und lahm sowie jung und unerfahren.
Dennoch sieht es eher danach aus, dass wir unseren Freunden vom FC Bayern ein wenig unter die Arme greifen, indem wir ihren Nachwuchs bei unseren Amateuren und durch ein paar Kurzeinsätze in der Bundesliga ausbilden. Das freut Uli Hoeneß und ist möglicherweise auch genau das Richtige für Susi Zorc. So kann er bis 2009 ein Konzept für eine solide und originelle Transferpolitik ausarbeiten. Umsetzen wird er sie wohl erst nach einer weiteren Vertragsverlängerung.
Bis es soweit ist, kann Degen weiter hinten rechts den Rasen platt treten. Und: Kringe kann sicher auch Innenverteidiger.
Es grübelt weiter
Euer Superthorsten